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„Perspektivenwechsel“
Zur Darstellung von Migration und MigrantInnen in den Filmen „Angst essen Seele auf“ von R.W. Fassbinder und „Gegen die Wand“ von Fatih Akin
Die Vermittlung von Film als Kunstform im Unterricht –
Methodische Vorschläge
Referentin:
Bettina Henzler,
Filmvermittlerin
Universität Bremen
Fachbereich Kulturwissenschaften
Institut für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik
Rainer Werner Fassbinder war einer der wenigen, der bereits in den 1970er Jahren mit Filmen wie „Angst essen Seele auf“ die Situation der Gastarbeiter ins Visier nahm: Er inszenierte treffend den kalten, distanzierten Blick der deutschen Mehrheitsgesellschaft auf die „Fremden“, thematisierte die Situation der Ausgegrenzten und schuf ein Porträt des erstarrten, konservativen deutschen Nachkriegsdeutschland.
Erst Mitte der 1990er Jahre setzte im deutschen Kino ein Perspektivenwechsel ein: MigrantInnen der zweiten Generation griffen selbst zur Kamera, um ihre Lebenssituation ins Bild zu setzten. Ihr bekanntester Vertreter: Fatih Akin, „Gegen die Wand“ u.a..
In der Gegenüberstellung der beiden Filme kann der Perspektivenwechsel ästhetisch und inhaltlich nachvollzogen werden.
Im Vordergrund steht der Film als Kunstform.
In ihrer formalen Ausrichtung ist die Veranstaltung fachübergreifend konzipiert, sie richtet sich an LehrerInnen der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer sowie der künstlerischen, sprachlichen und geisteswissenschaftlichen Fächer.
Montag, 22. Februar, 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr, Hannover
Spuren des Krieges
Die Thematisierung von Krieg und Kriegsfolgen im Film
Notwendigkeiten und Grenzen mit Blick auf ein jugendliches Publikum
Referent:
Klaus-Dieter Felsmann,
Vierlinden - Worin
Medienpädagoge,
freier Medienberater, Filmpublizist
Ein Schwerpunkt des SehpferdchenProgramms Filme14plus wird das Thema „Spuren des Krieges“ sein, auch die SchulKinoWochen Niedersachen reflektieren über dieses Thema. Die filmkünstlerische Auseinandersetzung mit Ursachen, vor allem aber auch Folgen von Krieg und Gewalt findet seit eh und je statt, hat in den Kinos, in der Filmgeschichte, in den audiovisuellen Medien ihre immer auch ambivalenten Spuren hinterlassen. Hier ernsthafte filmische Versuche der Reflexion, dort fragwürdige Ästhetisierungen, die mit dem Schauwert von Gewalt und Action locken. Kein einfaches Thema, keines der „reinen Unterhaltung“ – aber ein notwendiges Thema, gerade auch für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.
In dieser Fortbildungsveranstaltung wird es in einer übergreifenden Art und Weise um das Verhältnis von Krieg und Medien im Spannungsfeld von notwendiger Befassung und Grenzen (auch Jugendmedienschutz) gehen. Es wird eine inhaltliche und an der filmischen Gestaltung orientierte Annäherung an das Thema gesucht.
Ergänzt wird das Angebot durch die Präsentation der didaktischen, im Unterricht einsetzbaren DVD „Krieg in den Medien“ (gemeinsames Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) und der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung - HSFK)
Die Fortbildung ist grundsätzlich fächerübergreifend angelegt, richtet sich an LehrerInnen der Fächer Politik, Geschichte, Sozialkunde, Geografie, Ethik, Religion, Kunst.
Montag, 01. März, 09:00 bis 18:00 Uhr, Hannover
Wenn Film und Buch aufeinander treffen
Literaturverfilmungen und der
Vergleich von Film und Literatur
Referent:
Friedemann Schuchardt, Stuttgart
Medienpädagoge, Medienberater,
Kinderfilmexperte
Literaturverfilmungen gehören immer noch zu einer der häufigsten „Nutzungen“ des Mediums Film im Schulunterricht. Hierbei steht allerdings – das bedingt die Tradition des curricularen Zuschnitts – vor allem der literarische Text im Mittelpunkt des Interesses, der Film wird bisher nur selten in seiner eigenständigen, künstlerischen Gestaltung behandelt.
Mittlerweile steht in Niedersachsen eine Änderung an. Eine andere Bewertung des Mediums und der Kunstform Film in den Kerncurricula ist nicht nur in der Sekundarstufe II, sondern auch in der Sekundarstufe I ab dem neuen Schuljahr vorgesehen.
Diese Fortbildung möchte beispielhaft verdeutlichen, dass es sich beim Buch und beim Film um zwei gänzlich verschiedene „Medien“ handelt, selbst wenn z.B. der Film sich auf das Buch als Grundlage, als inspirierende Quelle bezieht.
Anhand ausgewählter Filmbeispiele und multimedialer pädagogischer Materialien (u.a. DVD-Filmreihe „Durchblick“ des Bundesverbandes Jugend und Film e.V. - BJF) werden Ansätze geliefert für eine differenzierte und somit adäquate Annäherung an die jeweiligen künstlerischen Ausdrucksmittel und narrativen Strategien von Film und Literatur.
Die Fortbildung ist grundsätzlich fächerübergreifend angelegt, richtet sich an LehrerInnen der Fachrichtungen Deutsch, Fremdsprachen, Kunst.
Dienstag, 2. März, 15:00 bis 19:00 Uhr, Hannover
Veranstaltungsort:
Kino im Künstlerhaus
Sophienstraße 2
30159 Hannover
Anmeldung:
Tel. (0511) 470 86 13
Email:
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In Kooperation mit:

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